WM 2014: Jubiläum und Kopie
Montag, 14. Juli 2014, 22:18
Nachdem die Brasilianer nach den Titeln von 1958, 1962 und 1970 genau 24 Jahre warten mussten um in den USA ihren 4. Erfolg bei einer WM feiern zu dürfen, hatte dies noch keine allzu große Bedeutung.
Nachdem dann aber Italien nach den Titeln von 1934, 1938 und 1982 ebenfalls genau 24 Jahre warten musste um in Berlin im Jahr 2006 Stern Nummer 4 klarzumachen, hätte man es dieses Jahr rein statistisch gesehen doch wissen müssen.
Nach 1954, 1974 und 1990 konnte es doch nur der WM-Pokal sein, der 24 Jahre später im Jahr 2014 im Maracana zu Rio de Janeiro für die deutsche Nationalmannschaft herausspringt.
Als erste Mannschaft der Fußballgeschichte ist es Deutschland gelungen den Pokal aus Südamerika zu entführen.
Aber beginnen wir von vorne:
Im letzten Testspiel vor der WM, gegen Armenien, hätte ja Vieles passieren dürfen. Eine Sache auf die das jedoch nicht zutrifft, ist die Verletzung vom zu dieser Zeit besten deutschen Spieler, Marco Reus. Als daraufhin Jogi Löw immer noch nicht auf den bereits nach Hause geschickten Kevin Volland zurückgreift, der Reus mehr oder weniger positionstechnisch hätte ersetzen können, sondern den nahezu unbekannten Shkodran Mustafi - gelernter Innenverteidiger - nachnomiert, war für mich klar: unter diesem Trainer werden wir niemals einen großen Titel gewinnen. "Jogi raus!!!"
Brasilien hatte den Heimvorteil, Holland hatte "Wesley van Robben", Portugal hatte Ronaldo, Argentinien hatte Messi, Spanien hat 3 Turniere in Serie gewonnen, und Italien, ist halt Italien. Dann kam der vermeintliche Nachteil des Standorts Südamerika hinzu, der Ausfall von Reus, die Unfähigkeit von Löw, sowie das Gefühl, dass diese Mannschaft unter diesem Trainer einfach Nichts mit nach Hause bringen kann.
So schaute man sich dann Brasilien gegen Kroatien an, Holland gegen Spanien, England gegen Italien und Argentinien gegen Bosnien. Fazit der ersten Woche: naja, viel besser als wir sind die auch nicht, abgesehen von Holland und, ja, in der Tat, Kolumbien!
So ging ich persönlich mit wenig Optimismus ins Spiel gegen Portugal, die ich ganz klar als mehr als nur einen Geheimfavoriten eingeschätzt hatte. Umso verwunderlicher, dass es nach 45 Minuten 3:0 für uns stand, und der unsympathischste Spieler der gesamten WM - Pepe - bereits unter der Dusche stand. Nachdem es am Ende 3 mal "gemüllert" hat und Deutschland mit einem 4:0 weiterzog, stellte ich mir 2 Fragen: 1. "geht da nicht vielleicht doch etwas!?" und 2. "war es Absicht von Ronaldo die Ein-Mann-Mauer bestehend aus Philipp Lahm zu treffen, oder kann er es nicht besser wenn es darauf ankommt?"
Im 2. Gruppenspiel gegen Ghana machte Deutschland da weiter wo es 1994 angefangen hat, und es bis heute konsequent durchzieht: nämlich nicht gewinnen. In der Tat konnte man zuletzt 1990 das 2. Spiel gewinnen, damals ein 5:1 gegen die Vereinigte Arabische Emirate. Ghana führte 2:1, Schweini und Klose kamen von der Bank, und retteten die Adler. Klose mit Tor Nummer 15 und Schweini mit dem ersten Anzeichen dafür, dass hier ein echter Typ mit an Bord ist.
Im letzten Vorrundenspiel trafen sich 2 Freunde, mit dem Ziel Achtelfinale vor Augen: Jogi und Klinsi. Vor dem Spiel war klar, dass Beiden ein Unentschieden reichen würde, doch eine Abmachung war im Endeffekt nicht notwendig, da Portugal gegen Ghana 2:1 gewann, und die US Boys sich somit eine knappe Niederlage leisten konnten. Wer weiß ob das Spiel 1:0 für Deutschland ausgegangen wäre, wenn die USA am Ende einen Punkt gebraucht hätte.
Nach der Vorrunde konnte man bereits bilanzieren: Italien und Spanien zu Hause, gut für uns. Brasilien und Argentinien schwach, ebenfalls gut. Andere Teams, die man vorher weniger auf dem Zettel hatte, waren plötzlich in den Mittelpunkt gerückt: Frankreich um Benzema, oder Kolumbien um James Rodriguez.
Im Achtelfinale wartete jedoch der vermeintlich leichteste Gegner im gesamten übrig gebliebenen 16er-Feld, nämlich die Wüstenfüchse aus Algerien. Wenn mir eins aus diesem Spiel in Erinnerung bleibt, dann eindeutig die überragende Leistung von Manuel Neuer. Man konnte meinen, der Libero wäre wieder zurückgekehrt. Der perfekte Torwart der Moderne, Note 1!
Das war es aber auch schon an Lob für unsere Mannschaft, der Rest eher Arbeitsverweigerung. Man hätte sich nicht beschweren können, wenn man zur Halbzeit in Rückstand gelegen hätte. In der Verlängerung ging den tapferen Nordafrikanern die Puste aus, und nachdem Schürrle und Özil den Einzug ins Viertelfinale klar machten, war ich mir wiederum sicher: in der nächsten Runde, gegen Frankreich, wird mit Sicherheit Schluss sein.
Die Achtelfinals waren hochinteressant. 5 mal ging es in die Verlängerung, zweimal sogar ins 11m - Schießen. Mit Brasilien und Costa Rica gewannen diese zunächst die Glücklicheren, und darauf die Leidenschaftlicheren. Mit Costa Rica und Kolumbien kristallisierten sich spätestens jetzt 2 Teams heraus, die sich in die Herzen der Fans spielten, mit Herzblut und Siegeswillen, wie man es als Fan kaum emotionaler mitansehen konnte.
Am Ende des Tages setzen sich in den Viertelfinalspielen alle 4 favorisierten Teams durch: Brasilien wiederum mit Euphorie und Glück, jedoch ab sofort ohne Neymar. Deutschland durch die verletzungsbedingte Maßnahme das System wieder so umzustellen, wie es am meisten Sinn macht, nämlich so, dass zumindest ein Großteil der Spieler wieder auf ihrer angestammten Position spielen konnte. Lahm wieder als rechter Aussenverteidiger, Khedira und Schweini auf der Doppel 6, und Klose als richtige 9 vorne drin.
Holland wurde nach dem irren Auftaktspiel immer unsicherer, was sich auch gegen die sympathisch aufspielenden Costa-Ricaner zeigte. Im 11m - Schießen musste der eingewechselte Ersatztorwart Krul mit unfairen Mitteln dafür sorgen, dass Oranje jubeln durfte.
Der letzte der 4 Halbfinalisten hieß Argentinien. Hinten ein Bollwerk, und vorne soll es Messi richten. Klingt simpel, war aber erfolgreich. Durch ein Tor von Higuain stand Argentinien zum ersten Mal seit 1990 wieder in einem Halbfinale.
08.07.2014: ein Tag, den keiner von uns vergessen wird. Um 22:30 Uhr stand es 0:5, es waren gerade mal 29 Minuten gespielt. Es war nicht das Spiel um Platz 13, Iran gegen Spanien. Nein, Gastgeber Brasilien wurde von der deutschen Nationalmannschaft vor eigenem Publikum zerlegt, wie man es mit Worten nur schwierig beschrieben kann. Es war die Zerstörung der größten und erfolgreichsten Fußballnation aller Zeiten. Mit 1:7 schlichen die Jungs von Felipe Solari vom Platz, ein ganzes Land weinte. Deutschland hingegen im Fußball-Himmel. Es bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen: gegen wen, und wie hoch.
Der Gegner wurde dann nach einem extrem taktisch geprägten Spiel schließlich Argentinien, das sich nach nunmehr 6 Stunden ohne Gegentor gegen Holland durchsetzte.
Nach einem erneuten Debakel im Spiel um Platz 3 verließen die Brasilianer ihre große Bühne mit 1:10 Toren aus den letzten beiden Spielen. Einer Gastgebermannschaft mit 5 Sternen auf dem Trikot einfach nur unwürdig, gleichzeitig aber auch bemitleidenswert.
Die Geschichte vom Finale ist schnell erzählt: nachdem Deutschland die Trophäe 2002, 2006 und 2010 knapp verpasste, war der Druck an diesem Tag sehr hoch, man ging als haushoher Favorit ins Spiel. 45 Minuten später stand jedoch fest: Khedira verletzt, Kramer verletzt, und zum Glück steht es noch 0:0. An einem guten Tag verwandelt Higuain die Vorlage von Toni Kroos. Und dann muss man gegen diese Argentinier erst einmal zurückschlagen. Zum Glück kam alles anders, den Gauchos ging gegen Ende etwas die Luft aus, Boateng avancierte zum Spieler des Spiels, Schweinsteiger kämpfte bis zum Umfallen, und der eingewechselte Mario Götze machte sich mit seinem herrlichen Treffer in der 114. Minute unsterblich und schoss Deutschland zu WM Titel Nummer 4. Passend zu unserem Bloq entscheid die falsche Neun das WM Finale 2014.
Es war ein großartiger Abend, Spannung pur über das gesamte Spiel, mit einem Ausgang, den man nicht besser hätte inszenieren können.
Ich persönlich freue mich ganz besonders für Miroslav Klose. Wenn es einer verdient hatte, seiner Karriere die Krone aufzusetzen, dann der alleinige Halter des WM Torrekords mit nunmehr 16 Treffern.
Auch Bastian Schweinsteiger hat im Finale ganz klar zu erkennen gegeben, dass es uns nicht an echten Typen mangelt. Chapeau vor dieser kämpferischen Leistung.
Meine Meinung zu Jogi Löw hat sich nur in einer Sache geändert. Ja, wir können mit ihm große Titel gewinnen, aber sicherlich nicht wegen ihm.
Es waren 4 schöne Wochen, die lange in Erinnerung bleiben werden...
Nachdem dann aber Italien nach den Titeln von 1934, 1938 und 1982 ebenfalls genau 24 Jahre warten musste um in Berlin im Jahr 2006 Stern Nummer 4 klarzumachen, hätte man es dieses Jahr rein statistisch gesehen doch wissen müssen.
Nach 1954, 1974 und 1990 konnte es doch nur der WM-Pokal sein, der 24 Jahre später im Jahr 2014 im Maracana zu Rio de Janeiro für die deutsche Nationalmannschaft herausspringt.
Als erste Mannschaft der Fußballgeschichte ist es Deutschland gelungen den Pokal aus Südamerika zu entführen.
Aber beginnen wir von vorne:
Im letzten Testspiel vor der WM, gegen Armenien, hätte ja Vieles passieren dürfen. Eine Sache auf die das jedoch nicht zutrifft, ist die Verletzung vom zu dieser Zeit besten deutschen Spieler, Marco Reus. Als daraufhin Jogi Löw immer noch nicht auf den bereits nach Hause geschickten Kevin Volland zurückgreift, der Reus mehr oder weniger positionstechnisch hätte ersetzen können, sondern den nahezu unbekannten Shkodran Mustafi - gelernter Innenverteidiger - nachnomiert, war für mich klar: unter diesem Trainer werden wir niemals einen großen Titel gewinnen. "Jogi raus!!!"
Brasilien hatte den Heimvorteil, Holland hatte "Wesley van Robben", Portugal hatte Ronaldo, Argentinien hatte Messi, Spanien hat 3 Turniere in Serie gewonnen, und Italien, ist halt Italien. Dann kam der vermeintliche Nachteil des Standorts Südamerika hinzu, der Ausfall von Reus, die Unfähigkeit von Löw, sowie das Gefühl, dass diese Mannschaft unter diesem Trainer einfach Nichts mit nach Hause bringen kann.
So schaute man sich dann Brasilien gegen Kroatien an, Holland gegen Spanien, England gegen Italien und Argentinien gegen Bosnien. Fazit der ersten Woche: naja, viel besser als wir sind die auch nicht, abgesehen von Holland und, ja, in der Tat, Kolumbien!
So ging ich persönlich mit wenig Optimismus ins Spiel gegen Portugal, die ich ganz klar als mehr als nur einen Geheimfavoriten eingeschätzt hatte. Umso verwunderlicher, dass es nach 45 Minuten 3:0 für uns stand, und der unsympathischste Spieler der gesamten WM - Pepe - bereits unter der Dusche stand. Nachdem es am Ende 3 mal "gemüllert" hat und Deutschland mit einem 4:0 weiterzog, stellte ich mir 2 Fragen: 1. "geht da nicht vielleicht doch etwas!?" und 2. "war es Absicht von Ronaldo die Ein-Mann-Mauer bestehend aus Philipp Lahm zu treffen, oder kann er es nicht besser wenn es darauf ankommt?"
Im 2. Gruppenspiel gegen Ghana machte Deutschland da weiter wo es 1994 angefangen hat, und es bis heute konsequent durchzieht: nämlich nicht gewinnen. In der Tat konnte man zuletzt 1990 das 2. Spiel gewinnen, damals ein 5:1 gegen die Vereinigte Arabische Emirate. Ghana führte 2:1, Schweini und Klose kamen von der Bank, und retteten die Adler. Klose mit Tor Nummer 15 und Schweini mit dem ersten Anzeichen dafür, dass hier ein echter Typ mit an Bord ist.
Im letzten Vorrundenspiel trafen sich 2 Freunde, mit dem Ziel Achtelfinale vor Augen: Jogi und Klinsi. Vor dem Spiel war klar, dass Beiden ein Unentschieden reichen würde, doch eine Abmachung war im Endeffekt nicht notwendig, da Portugal gegen Ghana 2:1 gewann, und die US Boys sich somit eine knappe Niederlage leisten konnten. Wer weiß ob das Spiel 1:0 für Deutschland ausgegangen wäre, wenn die USA am Ende einen Punkt gebraucht hätte.
Nach der Vorrunde konnte man bereits bilanzieren: Italien und Spanien zu Hause, gut für uns. Brasilien und Argentinien schwach, ebenfalls gut. Andere Teams, die man vorher weniger auf dem Zettel hatte, waren plötzlich in den Mittelpunkt gerückt: Frankreich um Benzema, oder Kolumbien um James Rodriguez.
Im Achtelfinale wartete jedoch der vermeintlich leichteste Gegner im gesamten übrig gebliebenen 16er-Feld, nämlich die Wüstenfüchse aus Algerien. Wenn mir eins aus diesem Spiel in Erinnerung bleibt, dann eindeutig die überragende Leistung von Manuel Neuer. Man konnte meinen, der Libero wäre wieder zurückgekehrt. Der perfekte Torwart der Moderne, Note 1!
Das war es aber auch schon an Lob für unsere Mannschaft, der Rest eher Arbeitsverweigerung. Man hätte sich nicht beschweren können, wenn man zur Halbzeit in Rückstand gelegen hätte. In der Verlängerung ging den tapferen Nordafrikanern die Puste aus, und nachdem Schürrle und Özil den Einzug ins Viertelfinale klar machten, war ich mir wiederum sicher: in der nächsten Runde, gegen Frankreich, wird mit Sicherheit Schluss sein.
Die Achtelfinals waren hochinteressant. 5 mal ging es in die Verlängerung, zweimal sogar ins 11m - Schießen. Mit Brasilien und Costa Rica gewannen diese zunächst die Glücklicheren, und darauf die Leidenschaftlicheren. Mit Costa Rica und Kolumbien kristallisierten sich spätestens jetzt 2 Teams heraus, die sich in die Herzen der Fans spielten, mit Herzblut und Siegeswillen, wie man es als Fan kaum emotionaler mitansehen konnte.
Am Ende des Tages setzen sich in den Viertelfinalspielen alle 4 favorisierten Teams durch: Brasilien wiederum mit Euphorie und Glück, jedoch ab sofort ohne Neymar. Deutschland durch die verletzungsbedingte Maßnahme das System wieder so umzustellen, wie es am meisten Sinn macht, nämlich so, dass zumindest ein Großteil der Spieler wieder auf ihrer angestammten Position spielen konnte. Lahm wieder als rechter Aussenverteidiger, Khedira und Schweini auf der Doppel 6, und Klose als richtige 9 vorne drin.
Holland wurde nach dem irren Auftaktspiel immer unsicherer, was sich auch gegen die sympathisch aufspielenden Costa-Ricaner zeigte. Im 11m - Schießen musste der eingewechselte Ersatztorwart Krul mit unfairen Mitteln dafür sorgen, dass Oranje jubeln durfte.
Der letzte der 4 Halbfinalisten hieß Argentinien. Hinten ein Bollwerk, und vorne soll es Messi richten. Klingt simpel, war aber erfolgreich. Durch ein Tor von Higuain stand Argentinien zum ersten Mal seit 1990 wieder in einem Halbfinale.
08.07.2014: ein Tag, den keiner von uns vergessen wird. Um 22:30 Uhr stand es 0:5, es waren gerade mal 29 Minuten gespielt. Es war nicht das Spiel um Platz 13, Iran gegen Spanien. Nein, Gastgeber Brasilien wurde von der deutschen Nationalmannschaft vor eigenem Publikum zerlegt, wie man es mit Worten nur schwierig beschrieben kann. Es war die Zerstörung der größten und erfolgreichsten Fußballnation aller Zeiten. Mit 1:7 schlichen die Jungs von Felipe Solari vom Platz, ein ganzes Land weinte. Deutschland hingegen im Fußball-Himmel. Es bleiben eigentlich nur noch zwei Fragen: gegen wen, und wie hoch.
Der Gegner wurde dann nach einem extrem taktisch geprägten Spiel schließlich Argentinien, das sich nach nunmehr 6 Stunden ohne Gegentor gegen Holland durchsetzte.
Nach einem erneuten Debakel im Spiel um Platz 3 verließen die Brasilianer ihre große Bühne mit 1:10 Toren aus den letzten beiden Spielen. Einer Gastgebermannschaft mit 5 Sternen auf dem Trikot einfach nur unwürdig, gleichzeitig aber auch bemitleidenswert.
Die Geschichte vom Finale ist schnell erzählt: nachdem Deutschland die Trophäe 2002, 2006 und 2010 knapp verpasste, war der Druck an diesem Tag sehr hoch, man ging als haushoher Favorit ins Spiel. 45 Minuten später stand jedoch fest: Khedira verletzt, Kramer verletzt, und zum Glück steht es noch 0:0. An einem guten Tag verwandelt Higuain die Vorlage von Toni Kroos. Und dann muss man gegen diese Argentinier erst einmal zurückschlagen. Zum Glück kam alles anders, den Gauchos ging gegen Ende etwas die Luft aus, Boateng avancierte zum Spieler des Spiels, Schweinsteiger kämpfte bis zum Umfallen, und der eingewechselte Mario Götze machte sich mit seinem herrlichen Treffer in der 114. Minute unsterblich und schoss Deutschland zu WM Titel Nummer 4. Passend zu unserem Bloq entscheid die falsche Neun das WM Finale 2014.
Es war ein großartiger Abend, Spannung pur über das gesamte Spiel, mit einem Ausgang, den man nicht besser hätte inszenieren können.
Ich persönlich freue mich ganz besonders für Miroslav Klose. Wenn es einer verdient hatte, seiner Karriere die Krone aufzusetzen, dann der alleinige Halter des WM Torrekords mit nunmehr 16 Treffern.
Auch Bastian Schweinsteiger hat im Finale ganz klar zu erkennen gegeben, dass es uns nicht an echten Typen mangelt. Chapeau vor dieser kämpferischen Leistung.
Meine Meinung zu Jogi Löw hat sich nur in einer Sache geändert. Ja, wir können mit ihm große Titel gewinnen, aber sicherlich nicht wegen ihm.
Es waren 4 schöne Wochen, die lange in Erinnerung bleiben werden...
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